Corona-Hilfe / Lebensmittelrationen für Familien in Existenznot (seit Juli 2020)


Seit dem 29.04.2021 herrscht in Nepal ein erneuter harter Lockdown. Die nepalesische Bevölkerung stößt abermals in eine existenzielle Krise, da von staatlicher Seite weder finanzielle noch jede andere Art von Hilfe ausbleibt.

Wie aber auch in den vorangegangenen Lockdowns in 2020 sind uns und unserem Projektpartner Project Volunteer Nepal die Hände gebunden, da wir ohne Sondergenehmigung ebenfalls nicht auf die Straße dürfen – auch nicht um zu helfen. Wie auch im letzten Jahr können wir vorerst nichts tun, als abwarten und mit Aufhebung des Lockdowns erst wieder an die Nothilfe antreten.


Fast drei Monate dauerte die von der nepalesischen Regierung verordnete Ausgangssperre, ehe sie sich der verzweifelten Proteste ihrer Bevölkerung ergab. Während des kaum durchdachten Lockdowns waren sämtliche Einnahmen der meisten Familien komplett weggebrochen. Es hatte keine finanzielle Unterstützung seitens des Staates gegeben. Die Menschen waren über diese lange Zeit zu Hause auf sich alleine gestellt gewesen.

Besonders Tagelöhner/innen, Wanderarbeiter/innen und Familien, die ohnehin bereits am Existenzminimum lebten, litten und leiden weiterhin erheblich unter diesen staatlichen Maßnahmen. Menschen, die von Lohn zu Lohn leben, hatten nicht die Möglichkeit auf viel Erspartes zurückzugreifen. Mieten konnten nicht mehr bezahlt werden, und auch für Lebensmittel war ebenfalls nicht mehr viel Geld da.

Kleinere Hilfsaktionen in der Gemeinde, das Teilen von Nahrung halfen diesen Menschen etwas über die Runden zu kommen. Größere Hilfsaktionen waren zwar seitens der Regierung angekündigt, jedoch aufgrund der Ausgangssperre und der großen Distanzen nicht effizient. Den großen Hilfsorganisationen wurden ihre Arbeit durch die Maßnahmen äußerst erschwert.

Als Ende Juli der Lockdown in Nepal endlich offiziell gelockert wurde, haben wir gemeinsam mit unserem Partner Project Volunteer Nepal damit begonnen, benachteiligte Familien in Existenznot helfen!

Dazu setzen wir uns gezielt für Familien ein, die durch die anhaltende Krise dringende Unterstüzung benötigen. Es wird keine „blinde“ Verteilaktion werden, sondern eine gezielte Übergabe unserer Hilfspakete an Familien, die am Existenzminimum leben. Wir lernen die Famlien kennen und werden sie so gut es geht, auch über die Hilfsaktion hinaus begleiten.

Unser Ziel ist es für bedürftige Familien die Grundversorgung zu sichern. Dazu haben wir ein Paket zusammengestellt, das folgendes beinhaltet:
– 25-30 Kilogramm Reis = ca. 1.900 NPR
– 4 Liter Öl = ca. 800 NPR
– 4 Kilogramm Dal (Linsen) = ca. 520 NPR
– 2 Kilogramm Bohnen = ca. 400 NPR
– Seife und Zahnpasta = ca. 600 NPR
– Transportkosten zur Familie = ca. 700 NPR

Dieses Grundversorgungspaket soll den Familien helfen, etwa einen Monat über die Runden zu kommen. Wir kalkulieren mit einem Paket im Wert von etwa 40€ (ca. 5.000 NPR) für eine 4-köpfige Familie.

Bereits Durchgeführte Corona-Hilfsprogramme:

  1. Hilfsprogramm: Juli 2020 – 27 Familien
  2. Hilfsprogramm: August 2020 – 27 Familien
  3. Hilfsprogramm: September 2020 – 32 Familien
  4. Hilfsprogramm: Oktober 2020 – 170 Familien (im Slum Thapathali)
  5. Hilfsprogramm: November 2020 – 67 Familien (Boudha und Bhaktapur)
  6. Hifsprogramm: Dezember 2020 – 150 Familien (Pokhara)

Damit haben wir unseren 6 Hilfsprogrammen u.a. über 12.000KG(!!!) Reis verteilen können.

Sollte die Krise weiterhin andauern, werden wir unsere Hilfsprogramme fortsetzen.